PRESSEMITTEILUNG UND EINLADUNG ZUM PRESSEGESPRÄCH

UNERHÖRT – Vocalensemble Acanto rückt klassische Komponistinnen ins Rampenlicht

Sie waren immer schon da und bleiben doch ungehört: passionierte Komponistinnen. Am 22. Juni 2024 um 19:00 Uhr lädt Acanto zur Premiere des neuen Programms „Unerhört – Komponistinnen in und aus Berlin“ in die Sankt-Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum ein.

Bühne frei: Bei diesem außergewöhnlichen Konzert können Liebhaberinnen und Liebhaber der klassischen Chormusik in der Sankt-Matthäus-Kirche in Berlin-Tiergarten weitgehend unbekannte Chorwerke von acht Berliner Frauen aus drei Jahrhunderten neu entdecken.

Berlin als Bühne für Komponistinnen

Stets war Berlin Wiege, Bildungs- und Arbeitsstätte, Sehnsuchtsort und Auftrittsort für passionierte Komponistinnen. Auf Berliner Bühnen erklingen ihre Stücke jedoch so gut wie nie. Dieser traurigen Tatsache will Acanto entgegenwirken: Im ersten Teil des Konzerts hebt der Chor musikalische Schätze der Romantik – von Johanna Kinkel, Fanny Hensel, Clara Schumann und Luise Adolpha Le Beau.

Im zweiten Teil demonstriert Acanto mit Ruth Zechlins „Te Deum“ (2001), wie aufregend geistliche Musik im 21. Jahrhundert klingen kann. Und präsentiert mit „Mosaics based on Haiku Poetry“ eine besondere Entdeckung: Ursula Mamloks Text- und Klangcollage entstand 1968 in New York und wurde bis dato noch nie aufgeführt. Als Jüdin musste die in Berlin geborene Komponistin 1939 mit Ihrer Familie vor den Nationalsozialisten fliehen.

Acanto präsentiert drei Uraufführungen

In Zusammenarbeit mit zwei zeitgenössischen Berliner Musikerinnen präsentiert das Vocalensemble weitere Uraufführungen. „Berlin 1 ist eine persönliche Erinnerung an das Gefühl des Eingesperrt-Seins hinter der Mauer“, erklärt die Berliner Barockcellistin und Komponistin Julia Kursawe. Sie hat das Stück 2024 eigens für Acanto komponiert.

Komponistinnen kämpfen mit Vorurteilen
Mit „Epàhey Oyá!“ steuert die deutsch-brasilianische Dirigentin, Forscherin, Komponistin und Pianistin Andréa Huguenin Botelho die dritte Uraufführung zum Programm bei. Ihr Werk basiert auf Themen aus der Keto-Candomblé-Kultur und -Religion, die in Brasilien weit verbreitet ist. Ob strukturelle Ungleichheiten oder tief verwurzelte Vorurteile – Botelho sieht sich mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert. Sie stellt fest: „Besonders in der Komposition ist die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen immer noch begrenzt.“

Helga Delgado, Leiterin des Vocalensembles Acanto, ergänzt: „Unser Konzert mit Werken von Berliner Komponistinnen hebt den wertvollen Beitrag von Frauen in der klassischen Musik hervor und ermöglicht uns, ein unschätzbares und oft wenig bekanntes Repertoire wiederzuentdecken und sichtbar zu machen.“

Einladung zum Pressegespräch am Dienstag, 11. Juni 2024

Medienvertreterinnen und -vertreter sind am 11. Juni 2024 ab 18:30 Uhr herzlich zum Pressegespräch mit anschließender Generalprobe eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter des Acanto Vocalensembles, der Mamlok-Stiftung und die Komponistinnen Andréa Huguenin Botelho und Julia Kursawe stehen Ihnen Rede und Antwort und freuen sich auf Ihre Fragen.

Bitte melden Sie sich an bis Freitag, 7. Juni 2024, 16:00 Uhr unter
mail@vocalensemble-acanto.de

Mehr Informationen

Vocalensemble Acanto
Andréa Huguenin Botelho
Julia Kursawe
Mamlok-Stiftung

Kontakt

Falk Berndt
Vorstand Vocalensemble Acanto
E-Mail: mail@vocalensemble-acanto.de

Das Konzert wird gefördert durch

Chorverband Berlin e. V.

Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung
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